THW Freising
Technisches Hilfswerk, OV Freising

23.05.2015 - Bootsübung Hochwasser

Während viele am ersten Ferienwochenende in den Urlaub gen Süden aufbrachen, übten die Freisinger THW Helfer am Pfingstsamstag das Bootfahren auf der hochwasserführenden Isar. Da sich solche Gelegenheiten sehr selten bieten, nutzten die ehrenamtlichen Helfer ihren freien Samstag, um sich auf den Ernstfall vorzubereiten. Für das THW Freising gehören Einsätze auf und neben dem Wasser zu den klassischen Einsatzszenarien. Bei den Hochwassern 2002 an Elbe, 2013 in Freising und Deggendorf wurde mit den Freisinger Booten wertvolle Hilfe geleistet. Auch das Einbringen von Ölsperren, z. B. im Rahmen des Notfallkonzepts für die ÖL-Pipeline von Genua nach Ingolstadt, die auch durch den Landkreis Freising führt, gehört zum breitem Aufgabenspektrum.

Der nun über einige Tage anhaltende erhöhte Wasserstand  und unkritischer Wasserdurchfluss (noch unter Meldestufe 1) boten perfekte Übungsbedingungen für die Bootsbesatzungen. Mit Mehrzweckarbeitsboot und Schlauchboot wurden sowohl die Fahrmanöver als auch das Verhalten in Gefahren bei Bootseinsätzen geübt. Vor allem Treibgut und Untiefen (Sandbänke) beeinflussten stark das Fahren auf der Isar. So musste das Fahrwasser erst erkundet werden, um das Üben von Arbeits- und Rettungsmanövern zu ermöglichen. Die Messung der Wassertiefe erfolgt mit dem Echolot oder per Tiefeloten mit Paddeln. Neben Rettungsmanövern wie das Aufnehmen von Personen aus dem Wasser wurde auch das Anlegen am Ufer geübt.

Der Transport der Boote erfolgte mit den geländegängigen Fahrzeugen des Ortsverbandes. Das Schlauchboot wurde durch den ELW Jeep gezogen und das Mzab wurde mit dem MAN/Lkr zur Isar transportiert und mit dem Ladekran zu Wasser gelassen. Damit ist das THW sehr mobil und unabhängig unterwegs und kann seine Boote auch abseits der üblichen Stellen zu Wasser bringen.

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